Re: Höhere Verfügbarkeit

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From: Thomas Guettler <hv(at)tbz-pariv(dot)de>
To: "pgsql-de-allgemein(at)postgresql(dot)org" <pgsql-de-allgemein(at)postgresql(dot)org>
Subject: Höhere Verfügbarkeit
Date: 2011-04-27 06:31:06
Message-ID: 4DB7B82A.5060100@tbz-pariv.de
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Hallo,

ich möchte die Verfügbarkeit einer Postgres Datenbank erhöhen. Im ersten Schritt
würde mir cold stand by genügen (keine automatische Umschaltung, Umschaltung "per Hand").

Neben der Datenbank muss auch noch das Dateisystem synchronisiert werden.

Für Postgres ist es vermutlich besser mit Replikation zu arbeiten als mit DRDB.

Für das Dateisystem könnte man mit DRDB arbeiten. Bisher nutzen wird XFS mit nächtlichem
Backup.

Hat jemand Tipps oder Hinweise?

Gruß,
Thomas

--
Thomas Guettler, http://www.thomas-guettler.de/
E-Mail: guettli (*) thomas-guettler + de


From: Bernd Helmle <mailings(at)oopsware(dot)de>
To: Thomas Guettler <hv(at)tbz-pariv(dot)de>, pgsql-de-allgemein(at)postgresql(dot)org
Subject: Re: Höhere Verfügbarkeit
Date: 2011-04-27 07:16:59
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--On 27. April 2011 08:31:06 +0200 Thomas Guettler <hv(at)tbz-pariv(dot)de> wrote:

> Neben der Datenbank muss auch noch das Dateisystem synchronisiert werden.
>
> Für Postgres ist es vermutlich besser mit Replikation zu arbeiten als mit
> DRDB.

Entweder oder wird ein Schuh daraus. DRBD repliziert das Dateisystem _mit_
$PGDATA, also den Datenbankcluster auf einen Secondary. Dabei darf auf dem
Secondary keine PostgreSQL-Instanz laufen. DRBD hat gegenüber den anderen
Replikationslösungen den Vorteil, synchron replizieren zu können.

--
Thanks

Bernd


From: Susanne Ebrecht <susanne(at)2ndQuadrant(dot)com>
To: Thomas Guettler <hv(at)tbz-pariv(dot)de>
Cc: "pgsql-de-allgemein(at)postgresql(dot)org" <pgsql-de-allgemein(at)postgresql(dot)org>
Subject: Re: Höhere Verfügbarkeit
Date: 2011-04-27 07:45:13
Message-ID: 4DB7C989.5000305@2ndQuadrant.com
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On 27.04.2011 08:31, Thomas Guettler wrote:
> Hallo,
>
> ich möchte die Verfügbarkeit einer Postgres Datenbank erhöhen. Im ersten Schritt
> würde mir cold stand by genügen (keine automatische Umschaltung, Umschaltung "per Hand").
>
> Neben der Datenbank muss auch noch das Dateisystem synchronisiert werden.
>
> Für Postgres ist es vermutlich besser mit Replikation zu arbeiten als mit DRDB.

Hallo,

Bedenke bitte - Replikation hilft nicht gegen Wurstfingerfehler.
Ein versehentliches UPDATE ohne WHERE oder ein DROP TABLE wird gnadenlos
repliziert
und die Daten sind kaum wieder herzustellen.
Heisst, auf regelmäßige Backups solltest Du nicht verzichten.

Replikationslösungen für PostgreSQL gibt es viele.

Wenn Du PostgreSQL 9.0 verwendest, mag streaming replication eine Lösung
sein.
Hierfür gibt es auch einen Manager - der Dir das Einrichten erleichtert:

http://projects.2ndquadrant.com/repmgr
bzw.
https://github.com/greg2ndQuadrant/repmgr

Mein Tipp zur Doku ist - einfach runterscrollen bis zum Usage Walkthrough.

Umschalten muß man hier derzeit noch manuell.
Das Aufsetzen ist eigentlich sehr einfach.

Susanne

--
Susanne Ebrecht - 2ndQuadrant
PostgreSQL Development, 24x7 Support, Training and Services
www.2ndQuadrant.com


From: Thomas Guettler <hv(at)tbz-pariv(dot)de>
To: pgsql-de-allgemein(at)postgresql(dot)org
Subject: Re: Höhere Verfügbarkeit
Date: 2011-04-27 12:10:55
Message-ID: 4DB807CF.4060406@tbz-pariv.de
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Hallo,

erst jetzt bin ich über diese Seite gestolpert:

http://www.postgresql.org/docs/9.0/static/different-replication-solutions.html

OK, der postgres Part müsste theoretisch klar sein. Dummerweise gibt
es Daten im Dateisystem, die mit den Daten in der DB "Hand in Hand" gehen.

Hier würde mir der Einsatz vom einem Cluster-FS vorschweben oder DRDB... Infos+Tipps
sind willkommen. (auch wenn eigentlich hier offtopic)

Thomas

On 27.04.2011 08:31, Thomas Guettler wrote:
> Hallo,
>
> ich möchte die Verfügbarkeit einer Postgres Datenbank erhöhen. Im ersten Schritt
> würde mir cold stand by genügen (keine automatische Umschaltung, Umschaltung "per Hand").
>
> Neben der Datenbank muss auch noch das Dateisystem synchronisiert werden.
>
> Für Postgres ist es vermutlich besser mit Replikation zu arbeiten als mit DRDB.
>
> Für das Dateisystem könnte man mit DRDB arbeiten. Bisher nutzen wird XFS mit nächtlichem
> Backup.
>
> Hat jemand Tipps oder Hinweise?
>
>
> Gruß,
> Thomas
>

--
Thomas Guettler, http://www.thomas-guettler.de/
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From: Susanne Ebrecht <susanne(at)2ndQuadrant(dot)com>
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Subject: Re: Höhere Verfügbarkeit
Date: 2011-04-27 14:05:23
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On 27.04.2011 14:10, Thomas Guettler wrote:
> Hallo,
>
> erst jetzt bin ich über diese Seite gestolpert:
>
> http://www.postgresql.org/docs/9.0/static/different-replication-solutions.html
>
> OK, der postgres Part müsste theoretisch klar sein. Dummerweise gibt
> es Daten im Dateisystem, die mit den Daten in der DB "Hand in Hand" gehen.
>
> Hier würde mir der Einsatz vom einem Cluster-FS vorschweben oder DRDB... Infos+Tipps
> sind willkommen. (auch wenn eigentlich hier offtopic)

Hallo Thomas,

der Bernd hat vorhin ja schon einiges über DRBD gesagt.

Beim Kopieren des Dateisystems ist es halt nur wichtig, dass die
Architektur (z. B. 32 oder 64 bit),
das Betriebssystem und die PostgreSQL-Version auf beiden Maschinen
gleich sind.

DRBD ist durchaus eine Alternative.

Susanne

--
Susanne Ebrecht - 2ndQuadrant
PostgreSQL Development, 24x7 Support, Training and Services
www.2ndQuadrant.com


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Subject: Re: Höhere Verfügbarkeit
Date: 2011-04-27 14:18:05
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--On 27. April 2011 16:05:23 +0200 Susanne Ebrecht <susanne(at)2ndQuadrant(dot)com>
wrote:

> der Bernd hat vorhin ja schon einiges über DRBD gesagt.
>
> Beim Kopieren des Dateisystems ist es halt nur wichtig, dass die Architektur
> (z. B. 32 oder 64 bit),
> das Betriebssystem und die PostgreSQL-Version auf beiden Maschinen gleich
> sind.

....was generell für Replikationslösungen über WAL (Transaktionslog) gilt
(Minorversionen können differieren, ebenso OS solange sie binärkompatibel
sind, macht die Sache aber nicht überschaubarer...).

Wichtig für dich ist erstmal genau abzustecken, welche Ausfälle und Szenarien
man abdecken möchte. Ist klar, was alles repliziert bzw. abgesichert werden
muss, dann kann man sich im Detail eine Lösung herauspicken, die die
Anforderungen erfüllt.

--
Thanks

Bernd


From: Bernd Helmle <mailings(at)oopsware(dot)de>
To: Thomas Guettler <hv(at)tbz-pariv(dot)de>, pgsql-de-allgemein(at)postgresql(dot)org
Subject: Re: Höhere Verfügbarkeit
Date: 2011-04-27 14:22:21
Message-ID: 84D899FFB6E0138366561E4C@apophis.local
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--On 27. April 2011 14:10:55 +0200 Thomas Guettler <hv(at)tbz-pariv(dot)de> wrote:

> Hier würde mir der Einsatz vom einem Cluster-FS vorschweben oder DRDB...
> Infos+Tipps sind willkommen. (auch wenn eigentlich hier offtopic)

Hmm wieso Cluster-FS? Wenn du im Sinne hast, mehrere Instanzen gleichzeitig auf
denselben $PGDATA laufen zu lassen, kannst du das gleich vergessen.

--
Thanks

Bernd


From: Thomas Guettler <hv(at)tbz-pariv(dot)de>
To: pgsql-de-allgemein(at)postgresql(dot)org
Subject: Re: Höhere Verfügbarkeit
Date: 2011-04-29 05:54:12
Message-ID: 4DBA5284.3090007@tbz-pariv.de
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On 27.04.2011 16:22, Bernd Helmle wrote:
>
>
> --On 27. April 2011 14:10:55 +0200 Thomas Guettler <hv(at)tbz-pariv(dot)de> wrote:
>
>> Hier würde mir der Einsatz vom einem Cluster-FS vorschweben oder DRDB...
>> Infos+Tipps sind willkommen. (auch wenn eigentlich hier offtopic)
>
> Hmm wieso Cluster-FS? Wenn du im Sinne hast, mehrere Instanzen
> gleichzeitig auf denselben $PGDATA laufen zu lassen, kannst du das
> gleich vergessen.

$PGDATA will ich natürlich nicht auf einem Cluster-FS. Aber es gibt ein Verzeichnis
im Dateisystem unserer Anwendung und die muss mit kopiert werden. Bei DRDB kann
man auf dem standby Host (so weit ich weiß) das Filesystem nicht mal readonly mounten.

Mit Replication bei der DB und Cluster-FS des Dateisystems (ohne $PGDATA), könnte man Backups vom standy
by Host ziehen. Das würde Last vom produktiven Rechner nehmen.

Das Thema Hochverfügbarkeit ist erstmal nur interessant, zur Umsetzung kommt es bei
mir sicherlich erst später.

Gruß,
Thomas

--
Thomas Guettler, http://www.thomas-guettler.de/
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From: Michael Renner <michael(dot)renner(at)amd(dot)co(dot)at>
To: Thomas Guettler <hv(at)tbz-pariv(dot)de>
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Subject: Re: [pgsql-de-allgemein] Höhere Verfügbarkeit
Date: 2011-04-29 07:52:03
Message-ID: C748CAB2-2F62-4004-8D89-825E13418B60@amd.co.at
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On Apr 29, 2011, at 7:54 , Thomas Guettler wrote:

> On 27.04.2011 16:22, Bernd Helmle wrote:
>>
>>
>> --On 27. April 2011 14:10:55 +0200 Thomas Guettler <hv(at)tbz-pariv(dot)de> wrote:
>>
>>> Hier würde mir der Einsatz vom einem Cluster-FS vorschweben oder DRDB...
>>> Infos+Tipps sind willkommen. (auch wenn eigentlich hier offtopic)
>>
>> Hmm wieso Cluster-FS? Wenn du im Sinne hast, mehrere Instanzen
>> gleichzeitig auf denselben $PGDATA laufen zu lassen, kannst du das
>> gleich vergessen.
>
> $PGDATA will ich natürlich nicht auf einem Cluster-FS. Aber es gibt ein Verzeichnis
> im Dateisystem unserer Anwendung und die muss mit kopiert werden. Bei DRDB kann
> man auf dem standby Host (so weit ich weiß) das Filesystem nicht mal readonly mounten.

Wohl, wenn das (Cluster-)Filesystem da mitspielt ist das kein Problem: http://www.drbd.org/users-guide-emb/s-enable-dual-primary.html.

lg,
Michael